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Kreisverband

 

Herzlich willkommen auf den Seiten des LandFrauen Kreisverbands Springe.
Der Kreisverband umfasst die Ortsvereine
Eldagsen, Jeinsen, Pattensen, Springe, Sünteltal und Wülfingen.

Zusammen haben wir rund 1200 Mitglieder. Als Mitglied im Niedersächsischen LandFrauenverein sind wir eingebunden in ein starkes Netzwerk bestehend aus 70.000 begeisterten Frauen.

Wir LandFrauen haben Spaß an einer starken Gemeinschaft. Unabhängig von Beruf, Alter oder Familienstand, liegt uns die Interessenvertretung von allen Frauen aus dem ländlichen Raum am Herzen.


 

Reise nach Erfurt zum Deutschen LandFrauentag

 

Danke an Angelin Kleuker für den ausführlichen Bericht über den Deutschen LandFrauentag in Erfurt.

LandFrauen- Eine starke Gemeinschaft mit Schwäche fürs Land
Die LandFrauen des Kreisverbands Springe- der die Ortsvereine Eldagsen, Jeinsen, Pattensen, Springe, Sünteltal und Wülfingen mit 1200 Mitgliedern umfasst-verbanden den Deutschen LandFrauentag in Erfurt mit einer dreitägigen Tour. „LandFrauen tragen Verantwortung" hatte der dlv als Hauptthema für das Jahr 2016 auserkoren. Mit Spannung erwarteten die 5.000 anwesenden LandFrauen Bundeskanzlerin Merkel, die mit ihrer Rede 500.000 LandFrauen in Deutschland Respekt und Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement zollte. „LandFrauen fördern den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft, sie fördern Integration, vermitteln Erfahrung und Wissen und sind für das gesellschaftliche Leben auf dem Lande unverzichtbar. Sie tun unserem Land gut", führte die Kanzlerin anerkennend aus. Schon immer sei sie beeindruckt davon, „dass sich LandFrauen als Vertreterinnen aller Berufe und aller Altersklassen engagieren". Landfrauen bilden das Rückgrat des gesellschaftlichen Lebens und sichern die Attraktivität vor Ort. In ihrer Rede betonte die Kanzlerin die Bedeutung und Notwendigkeit, den ländlichen Raum nicht aus den Augen zu verlieren, sondern immer wieder um Verbesserungen zu ringen und mit der Politik im Dialog zu bleiben. „Sie sind so viele; und Sie tun so viel. Deshalb sage ich aus voller Überzeugung: Sie müssen sich wirklich Gehör verschaffen."
Mitreißend und motivierend wirkte auf die LandFrauen Verena Bentele, 12-fache Paralympics-Goldmedaillengewinnerin und Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. In ihrem kurzweiligen, humorvollen Vortrag zum Thema „Verantwortung für die eigene Goldmedaille" stellte sie Bezüge zwischen ihren Erfahrungen als Spitzensportlerin und dem, was LandFrauen leisten her.
Nach dieser Mammutveranstaltung genossen wir im höchsten Haus der Stadt mit 17 Stockwerken dem „Radisson Blu" zentrumsnah den Blick über die Altstadt und unser Abendmenu.
Erfurt als Metropole des Waidanbaus und Waidhandels hat eine 300- jährige Tradition im Blaudruck. Sigrid Weiß als letzten Blaudruckerin und offizielle Kunsthandwerkerin zu DDR Zeiten lässt nach eigenen Entwürfen diffizile Druckstöcke anfertigen, mit denen sie in Handarbeit komplizierte Muster auf Decken und Tücher druckt.
Erfurt ist die Landeshauptstadt von Thüringenmit 206 000 Einwohnern. und hat eine reiche Tradition als Luther-, Dom- und Blumenstadt.
Eine Fahrt mit der historischen Straßenbahn führte uns durch die wunderschöne Stadt, die im Krieg nur zu 4% zerstört wurde und fast vollständig restauriert ist. Die Führung endete an der Krämerbrücke. Seit 1325 tragen steinerne Brückenbögen die einst 62 engen Häuschen der Erfurter Brücke. Kleine Läden und Cafés bilden ein gemütliches Ensemble. Das 125 Meter lange Bauwerk ist die längste vollständig mit Häusern bebaute Brücke in Europa. Sie wird gern mit dem prächtigen Ponte Vecchio in Florenz verglichen. Es gibt Kunsthandwerk, Feinkost, antiquitäten und Galerien. Eine Stiftung wacht darüber, dass die Geschäfte an den Bewerber mit den besten Ideen vermietet werden.
Statt Mittagsrast gelangten wir über eine 70-stufige Freitreppe auf den Domberg mit seinen beiden ehemaligen Stiftskirchen. Im mittleren Turm des Dom St. Marien erklingt bei besonderen Anlässen die 1497 gegossene und weltweit größte mittelalterliche freischwingende Glocke, die "Gloriosa".
Neben der Wartburg die meistbesuchte touristische Attraktion in Thüringen: der Egapark als einer der größten Gartenparks Deutschlands. Eine Fahrt im Egapark Express verschaffte uns in dem denkmalgeschützten Park einen Überblick. Dann konnten wir LandFrauen uns als Garten-und Blumenliebhaber an dem Rosengarten, Japanischem garten den Stauden schauen und den Tropenhäusern erfreuen.
Am Abend erkundeten wir die geheimen Horchgänge der Zitadelle Petersberg und genossen Thüringer Spezialitäten in der Destillerie. Der nächtliche Rückweg zum Hotel führte uns durch das erleuchtete Erfurt, das die schönen Bauten besonders zur Geltung bringt. Noch einmal über die Krämerbrücke blieb am Wenigemarkt Zeit für ein Gläschen Wein unter Linden mit der Geräuschkulisse der Europameisterschaft: Deutschland- Frankreich- es war leise!!!
Der dritte Tag gehörte Weimar mit einem kurzen Schnupperkurs. Beim Gang durch die Stadt spürt man noch überall Goethes Präsenz, der hier von 1775-1832 lebte. Neben der Literatur wirkte er in der Architektur und Gestaltung des Parks an der Ilm, in dem Goethes Gartenhaus zu sehen ist. Als Leiter des Weimarer Hoftheaters und der herzoglichen Bibliothek leitete er ein goldenes Zeitalter ein.1776 kam Herder und 1799 Friedrich Schiller. Das Goethe Schiller Denkmal vor dem Weimarer Nationaltheater blickt auf das Bauhaus- Museum. Wir entdeckten zufällig die St. Jakobskirche in Weimar, die als Pilgerkirche auf dem Weg nach Santiago de Compostela erbaut wurde. Die Emporen und Umgänge wurden im klassizistischen Stil erbaut-alles hell und einladend. Wir genossen die Proben zu einem sonntäglichen Orgelkonzert mit leichter Musik. Am 19. Oktober 1806 wurden Johann Wolfgang von Goethe und Christiane Vulpius hier getraut.10 Jahre später stirbt sie mit 51 Jahren. Auf ihren Grabstein auf dem Jakobskirchhof ließ Goethe schreiben: „Du versuchst o Sonne vergebens, durch die düstren Wolken zu scheinen, der ganze Gewinn meines Lebens ist ihren Verlust zu beweinen"
Am Ende unsere Exkursion besuchten wir die Weimarer Porzellanmanufaktur in Blankenhain. Die 3 Grundkomponenten sind seit der Erfindung des Porzellans gleichgeblieben. Die Masse besteht aus 50 % Kaolin, 25 % Feldspat und 25 % Quarz. Zur Formgebung von Porzellan gibt es grundsätzlich 2 klassische Verfahrenstechniken.
1. Das DREHEN -welches eine plastische noch feuchte Masse erfordert, die zum Über- oder Einformen von Tellern oder Tassen genutzt wird.
2. Das GIESSEN -welches eine flüssige Masse erfordert, die für Hohl- oder Vollguss genutzt werden kann. Hieraus werden zum Beispiel Kannen, Terrinen oder Vasen, aber auch Figuren gefertigt. Das zusammensetzen von figürlichem Porzellan nennt man bossieren Die unglasierten Stücke werden im ersten Brennprozess bei ca. 900°C „verglüht". Damit wird Feuchtigkeit entzogen und man kann schon eine gewisse Festigkeit spüren. Nach diesem Prozess werden die Artikel in das Glasurbad eingetaucht, gesäubert und für den 2. Brennprozess vorbereitet. Diese Stufe nennt man „Glattbrand". Nach dem Glattbrennen bei 1400-1500 °C wird die Ware sortiert und für die nächste Veredelungsstufe - die Dekoration, vorbereitet. Weimar Porzellan praktiziert noch heute alte Veredelungstechniken, wie z. Bsp. die Kobaltmalerei mit wertvollsten Staffagen oder die überall bekannten Stempeltechniken, die ausschließlich von Hand aufgebracht werden. Es wanderte noch manches schöne Stück in unsere Taschen- dann ging es nach dieser interessanten Reise wieder gen Deister.

Die Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit der LEB veranstaltet.